Narben entstehen durch kleine oder große Verletzungen in der Haut, also durch Verletzungen im Oberflächengewebe (z. B. durch Stürze, Schnittverletzungen, etc.) oder im Tiefengewebe (Muskeln, Organe, Knochen/-haut), …
z. B. durch Operationen, Kaiserschnitt, Blinddarm-OP, Tättowierungen, Piercing, etc.
Narben entstehen immer durch die Wundheilung, nach Verletzung oder Durchtrennung des bindegewebigen Netzwerkes der Haut. 

Narben entstehen und verheilen
~ physiologisch (normal)
~ hypertroph  (groß, auf das Wundgebiet beschränkt)
~
kontraktil  (fest, hart und verwachsen) oder als
~ Keloid  (übergroß, „ausgewuchert“, über das Wundgebiet hinaus).
Narben lassen sich selbst nach 15 Jahren noch erfolgreich behandeln.

Problematisch ist häufig,
dass sich die Narbe mit dem angrenzenden, mitverletztem Gewebe verbindet. Dieser narben-bindegewebige Verbindung sollte gleich zu Beginn der schulmedizinischen Verletzungstherapie eine Beachtung gegeben werden, um zu verhindern dass „Narbenverklebungen“ in tief liegenden Gewebeschichten (Haut, Faszien) entstehen.

Verwachsen die Gewebeschichten narbig miteinander,
so ist die Auswirkung vergleichsweise so, als wenn Sie einen zu engen Hosengürtel oder ein großflächiges Pflaster tragen; Ihre Bewegung wird dadurch eingeschränkt sein, Ihre Körperhaltung und nachfolgend die Körperstatik verändert sich, einseitige Belastungen und Überlastungen ergeben sich, und langfristig können sich knöcherne, gelenkige oder organische Veränderungen einstellen.² Dadurch entsteht oftmals eine Notwendigkeit für eine Faszientherapie oder Ganzheitliche Behandlung

10-15 Jahre nach einer Verletzung mit Narbenbildung ¹
können Beschwerden auftreten, die sich langsam steigerten, therapieresistent sind und oftmals als „altersbedingt“ diagnostiziert werden, z. B. Hüftbeschwerden, Tinnitus, etc. Narbige Verklebungen verhalten sich dabei wie Pflanzenwurzeln, sie verwachsen mehr und mehr mit dem umliegenden Gewebe (Blumenerde). Durch die „Verklebungen“ kann minderbewegliches Gewebe im Umfeld der Narbe entstehen und dadurch eine verringerte Gewebedurchspülung (siehe: Faszien). Als Folge können sich Ablagerungen und weitere Verklebungen ergeben, die sich langsam aber beständig ausbreiten und sogar zu „zufälligen Beschwerden“ führen können.

Die Narben-Therapie/-behandlung ¹
widmet sich der Narbe und dem umliegenden Gewebe. Hierbei wird mit den Fingern zuerst das Gewebe um die Narbe herum mobilisiert, verschoben, gestretcht, gezogen und gezupft. Anschließend wird vorsichtig mit einem speziellen Massagestäbchen die Narbe in verschiedenen, vorgeschriebenen Richtungen und Gewebetiefen bearbeitet. Eine „Narbencreme“ kann am Ende die Behandlung abrunden.


 

 

 

Anmerkungen: 

1) Alle aufgeführten Beschwerdebilder lassen sich durch eine Vielzahl an Therapieformen und Therapiemethoden diagnostizieren und positiv beeinflussen. Auf Grund der Vielzahl von Therapieformen lässt sich hier jedoch keine vollständige Aufzählung aller in Frage kommenden Behandlungs- und Diagnoseverfahren platzsparend benennen! — Treten bei Durchführung der angebotenen Tipps Unwohlsein oder Schmerzen auf, sind die „neuen Lebensgewohnheiten“ abzubrechen, bei Ernährungsumstellung ist zur gewohnten Kost zurückzukehren und im Zweifelsfall ist ein Arzt zu konsultieren. — Des Weiteren lassen sich alle aufgeführten Beschwerdebilder nicht pauschalisieren oder auf das eine oder andere Krankheitsbild „reduzieren„. Es gilt wie überall individuelle und persönliche Ausnahmen zu berücksichtigen. Auch gibt es keinen allgemein gültigen „gesunden Lebensstil„. — Im Zweifelsfall sollten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Arzt, Therapeuten oder Heilpraktiker halten! — Aus rechtlichen Gründen wird hiermit noch einmal darauf hingewiesen, dass bei keiner der aufgeführten Therapien ein Heilungsversprechen zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.

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INOMT:  Institut für Neuro-Orthopädische Manual-Therapie:  www.manuelle.de