„Neue Patienten können derzeit schwerlich angenommen werden, da die Wartezeit momentan drei Monate beträgt. Ich bitte dies zu entschuldigen bzw. um Berücksichtigung!“

1.  Myofasziale Release® ¹Fotolia_Faszien_Schulterblatt_65535230_L_174_181.jpg

2.  FDM nach S. Typaldos ¹

3.  Die Behandlungstechniken 


Allgemein:
Im physiotherapeutischen Praxisalltag lassen sich viele Beschwerden durch herkömmliche Massage und Krankengymnastik nicht lindern oder beheben. Die Ursachen liegen in Verklebungen und Verhärtungen im Bindegewebe. ¹

Was sind Faszien?
Eine Faszie (aus dem Lateinischen: Band, Bündel, Verbund) ist ein umhüllendes und verbindendes Bindegewebe (Muskelketten). Jedes Gewebe wird von Faszien umhüllt und verbunden, auch Nerven, Blutgefäße und Organe. Faszien erhalten die Gewebeform/-struktur, dienen als Stoßdämpfer bei Bewegungen und schaffen untereinander eine reibungsfreie Verschieblichkeit. Außerdem laufen viele Stoffwechsel- und Immunprozesse zwischen den Faszien vegetativ ab!
Faszien können auf Grund von Überlagerungen bis zu zwei Zentimeter dick werden (z. B. die Kreuzbein-Lenden-Faszie). 

Warum das Fasziensystem behandeln?
Minderbeweglichen Muskeln und Bindegewebe liegen Verdickungen, Verhärtungen oder Verfestigungen (Austrocknungen) zugrunde, wodurch sich die umhüllenden Faszienzüge verkürzen (körperliche Steifheit). Die Gleitfähigkeit des Gewebes und dessen Stoffwechsel werden ungünstig beeinflusst. Dies kann früher oder später zu (schmerzhaften) Syndromen und Fehlhaltungen führen. Auch wird die Verschieblichkeit u. a. durch 
Überlastung, Trauma (z. B. Prellungen, Narben, Überdehnungen, Risse), durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr und falsche Ernährung beeinflusst. 


Je schneller sich ein Mensch bewegen kann, je beweglicher er ist,
um so weniger verklebt und „verwachsen“ sind die Faszien!


 

1. Myofascial Release® ¹
wirkt durch gezielte Tiefengewebe-Behandlungstechniken lösend und ausgleichend auf das Fasziensystem und den Gesamtorganismus ein. Die Beweglichkeit und Verschiebbarkeit des Bindegewebes wird verbessert, Gelenke werden entlastet, blockierte Gelenke und einseitige Bewegungsmuster lösen sich auf.* Diese Veränderungen wirken sich schließlich vielfältig auf andere Gewebe oder Organsysteme aus. Da alle Gewebe im Körper mit Faszien miteinander verwoben sind, wirken auch umgekehrt Veränderungen in Organen auf das Bindegewebe und die Muskeln.
Der Therapeut untersucht mittels Inspektion und Palpation nach Verdrehungen, Verdickungen und sichtbaren Veränderungen im Bindegewebe/Muskeln. Spezifisch werden die myofaszialen Verspannungen und Triggerpunkte ermittelt. Daraufhin wird gezielt und individuell eine Faszienbehandlung durchgeführt.

 

2. FDM (nach Dr. med. S. Typaldos) / Faszien-Distorsions-Modell ¹
Die FDM-Methode behandelt ebenfalls die Faszien und Muskelketten.
Stephen Typaldos (amerik. Arzt und Osteopath, 1957-2006) hatte erkannt, dass ein Patient seine Beschwerden auf sechs verschiedene Arten zeigt. Diese Hinweise zeigen dem Therapeuten gleichzeitig, wie der betroffene Bereich (Muskeln, Faszien, Gelenke, Wirbelsäule) behandelt werden muss.
Da diese Methode mit sehr intensiven Techniken durchgeführt wird, ist sie nicht immer für jeden Patienten oder jede Beschwerde geeignet!

Die 6 Arten der Fasziendistorsionen (nach Dr. med. S. Typaldos) ¹
1. Triggerband, 2. Hernierter Triggerpunkt, 3. Continuum-Distorsion,
4. Falt-Distorsion, 5. Zylinderdistorsion, 6. Tektonische Fixierung.

 

3. Die Behandlungstechniken (Grifftechniken) ¹
Bei der Tiefengewebebehandlung (Manipulation) mit osteopathischen Faszientechniken benutzt der Therapeut
~ die Handballen
~ die Handknöchel
~ den Ellbogen
~ den Daumen,
um die verhärteten Gewebe zu erreichen. Die Faszien werden u. a. mittels Stretch-Griffen auf leichten Zug gebracht und solange gehalten, bis eine Lösung des Gewebes eintritt. Mit „Freiwinden“ folgt man den Verklebungen des Gewebe und gibt ihm die Möglichkeit sich von selbst zu lösen. 

 


Zu den Texthinweisen *),  1),  2) 
HIER ⇒ Hinweise, Warnungen, Rechte und Anmerkungen.