Von den Graustufen zwischen Aussagen und Reaktionen (Entscheidungen).


Etwas Verstehen geht nur mit einer Betriebsanleitung
oder durch miteinander Reden.


Wenn Man(n)/Frau bzw. Menschen sich nicht versteht . . .
Was verstehe (höre) ich ?

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Das „4-Ohren-Kommunikationsmodel“ nach Schulz von Thun:

1. Hören mit dem Apellohr
2. Hören mit dem Sachohr
3. Hören mit dem Beziehungsohr
4. Hören mit dem Selbstoffenbarungsohr

Beispielsatz:  Die Schokolade ist alle!

 

An jedem gesprochenem Satzende hört ein jeder Mensch einen unausgesprochenen „Nachsatz“ !
Dieser „Nachsatz“ entsteht durch eines der nachfolgend aufgeführten „Vier Ohren“ :

  1. Das Apellohr hört und versteht eine Aufforderung:
    Die Schokolade ist alle; kannst Du mir neue Schokolade geben?
    Lösungsfrage/-satz:  Was meinst Du gerade, soll ich etwas tun?
    .
  2. Das Sachohr hört (versteht) einfach nur die sachliche Aussage:
    Die Schokolade ist alle; wie alle sehen.
    Lösungsfrage/-satz:  Wolltest Du mir etwas sagen?
    .
  3. Das Beziehungsohr hört am empfindlichsten und versteht es vorwurfsvoll:
    Die Schokolade ist alle; oh, Du hast nicht genug an mich gedacht und zu wenig eingekauft.
    Möglicher Stressor:  Das eigene schlechte Gewissen, eventuell zu wenig aufmerksam gewesen zu sein.
    Lösungsfrage/-satz:  Oh, das tut mir leid, Entschuldigung, soll ich Dir Schokolade holen?
    .
  4. Das Selbstoffenbarungsohr hört und versteht eine persönliche Aussage (ähnlich dem „Sachohr“):
    Die Schokolade ist alle; oh wie schade, dabei esse ich die so gerne.
    Möglicher Stressor:  Vorerst kein Stressor vorhanden.
    Lösungsfrage/-satz:  Möchtest Du noch Schokolade haben?

Weitere Informationen enthalten auch die Seminarthemen:
~ Die vier Klassischen Temperamente
~ Kraft-Richtungs-Ordnung / KRO der Physiognomik


Die Tonhöhe bei den Antworten „gibt dann den Rest“!

Wann stresst uns eine Antwort?

  • Antworten stressen, wenn sich im Wortlaut anscheinend eine Wertung befindet.
    Der Stress oder vermeintliche Angriff entsteht, wenn „etwas falsch ankommt“ (siehe oben)!
  • Antworten stressen auch, wenn die Tonlage beim Sprechen ansteigt!

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Beispielsatz:  Warum hast Du denn das gemacht?

a) Sprechen Sie diesen Satz mit ansteigender Tonhöhe.

b) Sprechen Sie den Satz mit absteigender Tonhöhe.

Was empfinden Sie  a) , was bei  b) ?

 


Der Stressor liegt oft in einer ansteigenden Tonhöhe!

Geht die Tonhöhe aufwärts,
Fotolia_Ton-Note_201098526_S_693_693_transparent.pngwas durch eine Anspannung der Stimmbänder geschieht, gelangt durch die Tonschwingung auch der Körper in Anspannung, was gleichzeitig das eigene „sich angespannt fühlen“ verstärkt. Folglich verspannt der Körper und die Muskeln und die Atmung flacht ab. Die Körperhaltung wird entschlossener und offensiver!
Mein Gegenüber fühlt sich bedroht oder angegriffen. *

Im Gegensatz dazu, bei den selben Worten, erfährt mein Gegenüber eine Entspannung, wenn die Tonhöhe absteigend ist also tiefer wird. Ähnlich wie im Yoga führt eine tiefe Tonlage, ähnlich dem brummenden „OhMM“ beim Yoga, zur Beruhigung der Körpermitte, während alle anderen Selbstlaute (A, E, i, U), besonders das „iieh„, die Anspannung fördern. Das „iieh“ fördert vor allem im Hals-Hinterkopf-Bereich eine sehr zentrierte Anspannung.
Bei absteigender Tonhöhe kommt ein Gefühl der Ruhe und des Entgegenkommens bei meinem Gegenüber auf, ein sich Bemühen um „ich möchte Dich oder diese Situation verstehen und klären oder lernen„. *

Fragen gestellt bekommen bedeutet nicht automatisch einen Vorwurf oder die andere Person für dumm zu halten!
Fragen stellen bedeutet auch, die andere Person verstehen zu wollen!


Körpersprache – Mimik, Gestik und Gebärden

Sehr viel schlechter wird das Miteinander bei Unstimmigkeiten, beispielsweise durch spontane Verhaltensweisen:

Fotolia_Streiten_210517073_XS_transparent.pngVom „sich wegdrehen“ ohne Antwortreaktion,
vom „sich wegdrehen“ mit einer Antwort,

bis hin zum Auflegen des Telefonhörers.

 

Missverständnisse entstehen, wenn man(n)/frau etwas falsch versteht (siehe oben), aber auch, wenn zusätzlich oder ausschließlich eine körperliche Reaktion auf eine Situation stattfindet. Wir können uns beherrschen, wir können uns verstellen, aber in Stresssituationen läuft jede Antwort-/Reaktion automatisiert und sehr spontan ab. In unserer zivilisierten Welt sind wir zwar oftmals „blind“ geworden für die Signale die wir spüren oder sehen, oder wir theoretisieren die Signale weg, doch unser autonomes Nervensystem spürt, fühlt und reagiert trotz allem – automatisch.

  • sich wegdrehen, teilweise mit weggehen verbunden, kann bedeuten: *
    ~ „Dann nicht!“ (eine Trotzreaktion, wie bei einem pubertären Kind)
    ~ „Du kannst mich…!“ (eine tiefe Abneigung gegenüber der Person)
  • sich wegdrehen mit einem Kommentar zu der Situation oder Person passend, kann bedeuten: *
    ~ „Gut, gewonnen, ich gebe es auf…!“ (aus Einsicht, an der Situation – vorerst – nichts ändern zu können)
  • Wenn Du nichts Gutes sagen kannst, halte den Mund und schweige.
    Diese Einstellung ist sehr lobenswert, jedoch können dadurch Missverständnisse entstehen, besonders auf Veranstaltungen. Sitzen Ihre Gäste nichts sagend bei einander, was denken Sie dann? Schlechte Feier? Schüchternheit, wegen der vielen untereinander unbekannte Menschen?

Fotolia_Engel_Teufel_Figuren_61071211_S_816_588_transparent_Spiegelung-ohne.pngNatürlich gibt es viele weitere Möglichkeiten der Deutung, wodurch verständlich wird:
Man(n)/frau muss miteinander reden!

 


 

 

Anmerkungen: 

*) Alle aufgeführten Beschwerdebilder lassen sich durch eine Vielzahl an Therapieformen und Therapiemethoden diagnostizieren und positiv beeinflussen. Auf Grund der Vielzahl von Therapieformen lässt sich hier jedoch keine vollständige Aufzählung aller in Frage kommenden Behandlungs- und Diagnoseverfahren platzsparend benennen! — Treten bei Durchführung der angebotenen Tipps Unwohlsein oder Schmerzen auf, sind die „neuen Lebensgewohnheiten“ abzubrechen, bei Ernährungsumstellung ist zur gewohnten Kost zurückzukehren und im Zweifelsfall ist ein Arzt zu konsultieren. — Des Weiteren lassen sich alle aufgeführten Beschwerdebilder nicht pauschalisieren oder auf das eine oder andere Krankheitsbild „reduzieren„. Es gilt wie überall individuelle und persönliche Ausnahmen zu berücksichtigen. Auch gibt es keinen allgemein gültigen „gesunden Lebensstil„. — Im Zweifelsfall sollten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Arzt, Therapeuten oder Heilpraktiker halten! — Aus rechtlichen Gründen wird hiermit noch einmal darauf hingewiesen, dass bei keiner der aufgeführten Therapien ein Heilungsversprechen zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.

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