Homöopathie_Eigenfoto_226_300_bySBruns.pngHomöopathische Arzneien, meist in Form von Globuli/Kügelchen oder Tropfen bekannt,
werden überwiegend aus mineralischen und pflanzlichen Mitteln hergestellt.¹

Falsche Verbote
Nicht immer ist es verboten Kaffee, Campher, Kamille, Pfefferminz, etc. zu konsumieren! Sie müssen nicht auf Ihre Behandlung verzichten, nur weil Sie gerne Cappuccino trinken oder Kaugummi kauen!

Nachfolgend Beispiele zu Wirkungsdauer und Antidoten (Störfaktoren) aus der der homöopathischen Fachliteratur: ²


Wirkdauer von ²               Tage ²           Störende Lebensmittel können sein ²

Arnica montana                   6-10            Alkohol, Essig, Wein

Calcium carbonicum            60              Milch, trockene Speisen (Kekse, Knäcke, etc.)

Ferrum phosphoricum      ca. 30           saure Speisen

Ignatia amara                        5-9              Essig, Kaffee, Tabak/Rauchen

Lachesis muta                      30-40          Alkohol, Kaffee, Salz, Säuren

Phosphorus                             40             scharfe Gewürze, Salz, heiße Getränke/Speisen

Pulsatilla                              8-14-40       Buchweizen, Butter, Essig, Fett, Kaffee,
heiße Getränke, Obst, Säuren, Schweinefleisch, geschwefelter Wein

Ruta graveolens                   8-14-30      Rohkost

Silicea                                      40-60        Fenchel, kalte Speisen, Wein

Sulphur lotum                        40-60        Alkohol, Bier, Kaffee, Milch, Zuckerbonbons


Büchertipps kritisch betrachten!
Die Stärke bzw. Wirkung einer „doch NUR homöopathischen Arznei“ sollte nicht unterschätzt werden!
Auch hier gilt: Die Menge macht´s

Es ist ja auch ein Unterschied, ob Sie zum Sattwerden ein Stück Kuchen essen oder gleich vier oder fünf Stücke, und dann Magenschmerzen beklagen.

Vorsicht bei Dosierungen!
~  die Arzneistärke C30 wirkt ca. 1 Monat

~  eine C200 wirkt ca. 2-3 Monate
~  eine C1.000 kann bis zu 6 Monate wirken
Die richtige Arznei, selbst wenn es (nur) eine C12 ist, kann bereits über Wochen wirken, da sie wie die Akupunktur auf das Vegetativum einwirkt (Homöopathische Arzneien wirken ähnlich wie Depotmittel). ¹
D6, D12 oder ähnlichen Arzneistärken verwendete überwiegend W. H. Schüßler. Diese Arzneistärke führt stoffliche Substanzen zu, welche überwiegend Nährstoffdefizite ausgleichen sollen und dadurch Einfluss auf den Stoffwechsel nehmen können. ¹

Bei auffallenden Besserungen oder Verschlechterungen der Beschwerden dürfen keine weiteren Arzneigaben eingenommen werden! ¹
Auch wenn nicht immer sofortige Erstreaktionen auf eine homöopathische Arznei zu verspüren sind, sollten ohne Befragung des Behandlers keine zusätzlichen Arzneieinnahmen erfolgen. Die Arzneien „fließen von oben nach unten und von innen nach außen. Dadurch dauert es eine Zeit lang, bis die Wirkung/Arznei überall angekommen ist.


Das Risiko der Selbstbehandlung¹
Was tun, wenn seit der Arzneigabe, die so genannte Erstreaktion (Erstverschlimmerung) eine über viele Stunden andauernde Beschwerde verursacht? Hat die homöopathische Arznei nicht gewirkt (zu schwach?) und die vorhandenen Symptomen sind einfach nur stärker geworden? Oder verstärken womöglich neue Beschwerden die Symptome, weil die Arznei zu stark war und zusätzliche Beschwerden verursacht? Wer möchte eigenständig beurteilen, ob die körperlichen Symptome nur eine Erstreaktion auf die Arznei sind und dadurch ungefährlich?
Es können zwar (nur) Erstreaktionen auf eine homöopathische Arznei sein, es können aber auch schwerwiegende Veränderungen im Krankheitsverlauf des Patienten sein! In jedem Fall muss ein erfahrener Arzt/Therapeut/Heilpraktiker kontaktiert werden, der diese Reaktion nach der Arzneieinnahme umgehend untersucht, überprüft und gegebenenfalls lindert, mit einem Lebensmittel-Antidot oder einer antidotierenden Arznei, oder aber sogar zum Arzt/Notarzt überweist!

 

Schon gewusst Zusatzinformationen Informationen Infothek
~ dass Sie vor und nach der Arzneieinnahme 30 Minuten nicht essen, trinken, rauchen, Zähneputzen sollen?
~ dass Sie die Kügelchen nicht mit den Fingern oder Metalllöffeln berühren sollten?
~ dass Klassische Homöopathie KEINE Komplexmittel-Homöopathie ist?

Die Anamnese – Das Schlüssel-Schloss-Prinzip

 

 

 


Anmerkungen: 

1) Alle aufgeführten Beschwerdebilder lassen sich durch eine Vielzahl an Therapieformen und Therapiemethoden diagnostizieren und positiv beeinflussen. Auf Grund der Vielzahl von Therapieformen lässt sich hier jedoch keine vollständige Aufzählung aller in Frage kommenden Behandlungs- und Diagnoseverfahren platzsparend benennen! — Treten bei Durchführung der angebotenen Tipps Unwohlsein oder Schmerzen auf, sind die „neuen Lebensgewohnheiten“ abzubrechen, bei Ernährungsumstellung ist zur gewohnten Kost zurückzukehren und im Zweifelsfall ist ein Arzt zu konsultieren. — Des Weiteren lassen sich alle aufgeführten Beschwerdebilder nicht pauschalisieren oder auf das eine oder andere Krankheitsbild „reduzieren„. Es gilt wie überall individuelle und persönliche Ausnahmen zu berücksichtigen. Auch gibt es keinen allgemein gültigen „gesunden Lebensstil„. — Im Zweifelsfall sollten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Arzt, Therapeuten oder Heilpraktiker halten! — Aus rechtlichen Gründen wird hiermit noch einmal darauf hingewiesen, dass bei keiner der aufgeführten Therapien ein Heilungsversprechen zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.

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2) Abdur Rehmann: Handbuch der homöopathischen Arzneibeziehungen, 2002, Haug-Verlag 

Wer war S. Hahnemann?
1790 entdeckte der Meißener Arzt Samuel Hahnemann (geb. 10.04.1755, gestorben 02.07.1843) das Ähnlichkeitsgesetz. Er stellte anhand der Chinarinde (Malariamittel) fest, dass vorsichtig dosierte Arzneien, vom gesunden Menschen eingenommen, Symptome erzeugen, welche sie am Kranken heilen. Dies bestätigte sich später auch anhand vieler weiterer Selbstversuche von Hahnemann.